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Die Seifenmacherin (Sendung anschauen)Mittwoch, 5. Oktober 2005, 20:45 Uhr | |||||
![]() Claudia
Wunderlich (Bild: hr) |
Claudia Wunderlich wählt die Zutaten sorgfältig aus, damit ihre Produkte auch gelingen. In einer ehemaligen Kleiderfabrik in Aschaffenburg werden alle ihre Produkte von Hand hergestellt - mit besten ätherischen Ölen. Nur das Reinste, sorgfältig Ausgesuchte darf es sein - für unsere Haut, unsere Seele, unsere Sinne. Betörende Düfte - vermischt mit wohltuenden Produkten aus der Natur - nehmen eine ganz individuelle, neue Gestalt an. Doch Schönes entsteht nicht von allein. Es braucht Zeit und ein Gespür für das richtige Maß. |
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C'etrange Atelier:
Elisenstrasse 33 |
Seifenmacherin Claudia Wunderlich wiegt
verschiedene Öle exakt ab: aus Sonnenblumen, Oliven, Kokusnuss. Diese
vitaminhaltige Seifenbasis wird dann langsam erhitzt. Erst dann ist sie
aufnahmefähig für weitere Ingredienzien. Erbsengroße Kügelchen aus Wachs
geben der Flüssigkeit Halt. Claudia Wunderlich: "Im Prinzip ist das wie ein Kochrezept, es ist ein bisschen wie Kochen: man nehme verschiedene Bestandteile, dann kommen noch die Gewürze dazu, das ist also eine sehr sinnliche Sache, eine sehr interaktive Sache, sehr schön zu sehen, wie der Prozess dann vorangeht, und wie dann aus den flüssigen Ölen eine Seife wird. Ein sehr schöner Prozess anzuschauen." |
Wiederholung
Wiederholung der Sendung am Donnerstag, den 06.10.05 um 13.00 Uhr | |||
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Ein richtiges Rezeptbuch hat sich Claudia Wunderlich darum auch angelegt mit Dutzenden von Kompositionsideen. Doch bevor es ans „Würzen“ geht, wird Natronlauge dazugerührt. Sie macht das heiße Öl und Wachs fest. Aber auch das dauert. Tausende von getrockneten Rosenblüten - die Königin unter den Blumen. Ihr Duft gehört zu dem Kostbarsten, was die Natur zu verschenken hat. Rosenduft vertreibt Depressionen, gibt Kraft und beruhigt. Und schon zwei, drei Tropfen Rosenöl verjüngen. Ab in die Seifenform - zum Abkühlen und Entfalten des Rosenöls. |
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Claudia Wunderlich: "Bei der
Rosenseife muss man den richtigen Rosenduft nehmen, denn es gibt ja zig
Arten von Rosen und dementsprechend gibt’s auch verschiedene Rosenöle. Ich
hab jetzt’n sehr schönes Rosenöl gefunden, wo die Kunden sagen, genau so
riecht Rosen für uns, und dann kommen noch Rosenblüten rein, so dass das
auch von der Optik her so’ne ganz schöne ansehnliche Seife ist."
Nach vier, fünf Tagen Lagerung werden die Blöcke aus ihren Formen gestürzt und in diesen Schober, den sich Claudia Wunderlich selbst gezimmert hat, schnittbereit gelegt. Jedes Stück - ein Unikat. Schönheit, handgemacht. Deutschlandweit werden die edlen Seifen verschickt. Vor allem an Privatkunden, die über das Internet bestellen. Einen Laden hat Claudia Wunderlich nicht. Noch jedenfalls nicht. Und – gab es auf ihrem Weg zum Erfolg auch auch Rezepte, die nicht funktionierten? Claudia Wunderlich: "Oh, da gibt es genug. Am Anfang gab es da sehr viele. War ja ein längerer Prozess, die Seife an sich, die Öle zu mischen und zu testen und zu machen, und auch bei Duftkompositionen: Es ist was anderes, in der Flasche zu riechen und zwei daneben zu halten, aber wenn das dann in die Seifenmasse rein gegeben wird, verändert der Duft sich noch mal leicht, zum Beispiel Orangenöl, davon muss man mehr zugeben, weil sich der Duft mehr verflüchtet, oder Pfefferminze, Fenchel, das riecht! Das reicht schon von alleine! Und da muss man auch von den Mengen bisschen testen, was zusammenpasst oder dass manche Kunden sagen, oh, das riecht mir zu viel nach so oder zuviel nach so, also dass man dann auch noch in sich die Rezepte bisschen ändert, also da können wir schön reagieren, weil wir sind eine kleine Manufaktur und können da auf die Kundenwünsche eingehen." Zum Produktparadies gehört außer Rosenseife auch Seife aus Mohn und Espresso. Oder Seife aus Ingwer, Cadamom, Nelke, Zimt und Muskat. Zum Schluss werden alle in feine Holzschachteln verpackt und auf den Weg gebracht - auf dass die Öle, Gewürze und Düfte das Leben ihrer Käufer verschönern. Bericht: Kristine von Soden |
Cécile Schortmann moderiert die Sendung, diesmal aus dem Frankfurter Palmengarten | |||